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DGUV 13.10.15: Versicherungsschutz bei der Flüchtlingshilfe

 

Immer mehr Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten suchen Schutz und Aufnahme in Deutschland. Viele Bürgerinnen und Bürger helfen den Flüchtlingen ehrenamtlich, andere tun es im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit. Daraus ergeben sich immer wieder Fragen nach dem Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Auf dieser Seite stellen wir die wichtigsten Informationen dazu zusammen und ergänzen sie durch weiterführende Links.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

Wer ehrenamtlich Flüchtlingen helfen will, sollte sich dafür am besten bei seiner Kommune melden. Denn nur wenn der Einsatz im Auftrag der Kommune erfolgt, ist der Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung gegeben. Im Fall eines Unfalls erhalten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dann Leistungen nach SGB VII. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hin.

"Ehrenamtliches Engagement ist immer dann gesetzlich unfallversichert, wenn die Kommune die organisatorische Regie übernimmt", sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. "Das heißt, dass sie für die Einteilung und Überwachung der zu erledigenden Aufgaben zuständig ist, eine Weisungsbefugnis gegenüber den Helferinnen und Helfern hat, die Organisationsmittel zur Verfügung stellt, das wirtschaftliche Risiko (Kosten) trägt und nach außen als Verantwortliche auftritt."

Die Kommune kann die Aufgaben aber auch an privaten Organisationen (z. B. Vereine) übertragen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Deren Mitglieder sind dann ebenfalls bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit gesetzlich unfallversichert. Die Beauftragung muss nicht notwendigerweise schriftlich erfolgen. Das Anlegen einer Liste der ehrenamtlich Tätigen macht im Falle eines Unfalls allerdings die Bearbeitung durch den zuständigen Unfallversicherungsträger (Unfallkasse) leichter.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die ehrenamtliche Tätigkeit selbst, aber auch den Weg dorthin und von dort zurück nach Hause. Bei einem Unfall übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die Heilbehandlung und Rehabilitation und zahlt gegebenenfalls auch eine Rente. Zu melden sind Unfälle der Kommune, die diese Meldung dann an die Unfallkasse weiterleitet.

Unversichert bleiben Aktivitäten, die Privatleute ohne Auftrag der Kommune in Eigenregie mit den Flüchtlingen durchführen, wie z. B. private Ausflüge, sportliche Aktivitäten, Einladungen zum Essen etc. Für Unfälle in der Privatsphäre ergibt sich die Zuständigkeit der jeweiligen privaten oder gesetzlichen Krankenkasse.

Asylsuchende und Flüchtlinge

Asylbewerberinnen und -Bewerber, die im Auftrag der Kommune gemeinnützige Arbeiten ausführen, sind gesetzlich unfallversichert. Nach § 5 Abs. 2 des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) sollen Asylbewerbern soweit wie möglich Arbeitsgelegenheiten bei staatlichen, kommunalen und gemeinnützigen Trägern angeboten werden.

Bei diesen Tätigkeiten sind die Asylbewerber über die Unfallkassen der Bundeländer gesetzlich unfallversichert. Voraussetzung ist, dass die Arbeiten im Auftrag der jeweiligen Kommune ausgeführt werden. Der Versicherungsschutz umfasst auch die mit der Arbeit verbundenen unmittelbaren Wege.

Beschäftigte von Hilfeleistungsunternehmen, kommunale Angestellte

Ehrenamtliche und hauptamtlich Tätige in Hilfeleistungsunternehmen und der Feuerwehr sind ebenfalls über die Unfallkassen gesetzlich unfallversichert. Eine Ausnahme bilden die ambulanten und stationären Einrichtungen der Hilfeleistungsunternehmen, sie sind bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege versichert.

Auch Angestellte der Kommunen sind weiterhin über ihr Beschäftigungsverhältnis bei den Unfallkassen versichert, wenn sie von ihrem Arbeitgeber andere - außerhalb ihres regulären Aufgabenbereichs liegende – Tätigkeiten im Bereich der kommunalen Integrationshilfe für Flüchtlinge übertragen bekommen (z.B. Mitarbeit in Arbeitskreisen, sonstige Tätigkeiten).

Ratgeber für Schulen und Kitas

Flüchtlingskinder sollen möglichst schnell in das Schul- und Kindergartensystem integriert werden. Die Bereitschaft der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals, die Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen; ist groß. Groß ist aber bei vielen auch die Unsicherheit, wie sie diesen Kindern begegnen sollen. Die Unfallkasse Berlin hat deshalb die Broschüre "Flüchtlingskinder und jugendliche Flüchtlinge in Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen" herausgegeben. Sie soll dem pädagogischen Personal helfen, die Kinder und Jugendlichen besser zu verstehen.

Beschäftigung von geflüchteten Menschen

Dürfen wir Flüchtlinge und Asylbewerber beschäftigen? Sind sie dann auch gesetzlich unfallversichert? Fragen dieser Art stellen sich in letzter Zeit viele Betriebe. Grundsätzlich gilt: Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht für alle Beschäftigten, somit auch für Asylbewerber oder Personen mit Duldung, die eine Beschäftigung aufnehmen.

Weiterführende Informationen:

DRK-Gesundheitstipps: Keine Panik bei Insektenattacken

Berlin, den 4. August 2015      059/15

DRK-Gesundheitstipps:
Keine Panik bei Insektenattacken


Wespen, Bienen, Hummeln, ja sogar Hornissen gehören zum Sommer - ob am Strand oder beim Grillen. Wenn sie sich bedroht fühlen, stechen sie zu und es kann schmerzhaft werden. Gefährlich sind ihre Stiche jedoch in der Regel nur für Allergiker oder im Mund- und Rachenraum. Dann ist schnelle Hilfe gefragt. Der-Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes Prof. Peter Sefrin gibt folgende Tipps:

1. Keine Panik: Für normal empfindliche Menschen ist ein Stich nicht gefährlich. Schmerz und lokale Schwellungen sind normale Reaktionen und gehen nach einiger Zeit von selbst zurück. Kühlen hilft. Beim Bienenstich entfernen Sie den Stachel möglichst schnell mit den Fingernägeln oder mit einer Pinzette. Zieht man den Stachel mit den Fingern heraus, kann restliches Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt werden.

2. Stich im Mund- und Rachenraum: Sofort innen und außen kühlen!
Bei einem Insektenstich im Mundraum und insbesondere im Rachenraum können Schleimhäute und Zunge anschwellen. Innerhalb kürzester Zeit können sich die Atemwege verengen oder ganz verschließen. Alarmieren Sie in jedem Fall sofort den Rettungsdienst (Notruf: 112) und kühlen Sie ganz schnell von innen und außen. Lassen Sie den Patienten Eiswürfel oder Speiseeis lutschen (wenn er schlucken kann!) und kühlen Sie den Hals mit kalten Umschlägen oder Kühlelementen (nicht direkt auf die Haut). Salben und Cremes gehören nicht auf die Stichstelle. Speichel oder Zitronensaft haben eine kühlende und antiseptische Wirkung.

3. Allergischer Schock: Notruf 112 veranlassen und Patienten schocklagern.
Auslöser einer Insektengift-Allergie können die Gifte von allen Insekten sein. Schon ein Stich kann bei einem Allergiker zu einer allergischen Reaktion führen. Es kommt zu großflächigen Hautschwellungen und zu Reaktionen, wie Zungenbrennen, Juckreiz, Atemnot, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen, Angst bis hin zu Erbrechen oder Bewusstlosigkeit. Dann besteht die Gefahr eines tödlichen Herz-Kreislauf-Stillstandes. Veranlassen Sie sofort den Notruf 112. Sorgen Sie dafür, dass der Stachel und damit der Allergieauslöser entfernt wird. Bringen Sie den Patienten - je nach Zustand - in Schocklagerung (Beine hoch und warm halten) oder in eine Atem erleichternde Oberkörperhaltung. Beruhigen Sie ihn und beobachten Sie immer wieder Atmung und Bewusstsein. Ist der Betroffene bewusstlos, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Ist zusätzlich keine „normale“ Atmung mehr vorhanden, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x Herzdruckmassage und 2x Beatmen im Wechsel) und führen Sie diese fort bis der Rettungsdienst eintrifft.

4. Vorsorge ist die beste Medizin: Insekten reagieren wehrhaft z.B. bei einem Angriff auf ihr Nest, wenn sie in Armbeuge, Hosenbein oder Kniekehle eingeklemmt sind oder in die Kleidung geraten. Deshalb nicht hektisch reagieren. Motorradfahrer sollten Handschuhe tragen und mit geschlossenem Visier fahren. Laufen Sie nicht barfuß auf Rasen oder Wiese. Getränke und Nahrung im Freien immer abdecken, aus dunklen Gefäßen, wie Getränkedosen, möglichst nur mit Strohhalm trinken. Schauen Sie sich jeden Bissen und jedes Getränk vor der Einnahme gut an. Insektengift-Allergiker sollten jederzeit ein Notfallset bei sich haben und über die Verwendung Bescheid wissen.


Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit Nationalen Gesellschaften in 189 Ländern die größte humanitäre Organisation der Welt.

Neues im Vorschriften- und Regelwerk

09.07.2015 11:23  Quelle: www.arbeitsschutz-im-Ehrenamt.de

Die Dateien findet ihr zur Ansicht und Download unter "Diverse Publikationen"

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat aktuelle Veränderungen innerhalb des Vorschriften- und Regelwerkes bekannt gegeben:
tl_files/fM_k0002/bilder/1_ext_link.gif Link zum DGUV-Dokument (PDF-Datei) tl_files/fM_k0002/bilder/1_pdf.gif

Hier zwei DGUV Informationen mit Relevanz für ehrenamtliche Mitarbieter in Hilfsorganisationen:

Bild der Titelseite der DGUV Information 211-040, copyright DGUV

DGUV Information 211-040
Einsatz mobiler Informations- und Kommunikationstechnologie an Arbeitsplätzen

 

Diese Schrift liefert praktische Empfehlungen zur belastungsoptimierten Arbeitsgestaltung in Bezug auf die mobilen IT-Arbeitsmittel.

Bild vom Titelblatt der DGUV Information 212-621, copyright DGUV

DGUV Information 212-261
Gehörschutz

 

Diese Schrift gibt Versicherten Hinweise und Tipps zur Benutzung von Gehörschutz

Blitzunfall: So helfen Sie richtig

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 Deutsches Rotes Kreuz
 
PRESSEINFORMATION

Berlin, 07. 07  2015       048/15

DRK- Unwettertipps
Blitzunfall: So helfen Sie richtig

Seit einigen Tagen überziehen teils schwere Unwetter und Gewitter weite Teile Deutschlands. Das DRK erklärt, wo Sie bei einem Gewitter sicher sind, wie Sie sich unterwegs verhalten sollten und wie Sie im Ernstfall helfen können. Die Wiederbelebungschancen für Blitzopfer sind gut –“ wenn sie schnell erfolgen.

„Ein Blitz kann eine Spannung von mehreren Millionen Volt haben. Die Luft in einem Blitzkanal wird rund 30.000 Grad heiß. Das klingt zunächst erschreckend. Je schneller die Hilfe kommt, desto besser sind die Chancen zu überleben. Auch Menschen, die keine besonderen Kenntnisse in Erster Hilfe haben, sollten keine Zeit verlieren“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Hier seine Tipps:

Tipp 1: Der beste Schutz: Häuser mit Blitzableiter und Autos
Zieht ein Gewitter auf, ist man in einem Gebäude mit Blitzableiter am sichersten. Autos, Wohnmobile, oder die Kabine einer Baumaschine bieten den gleichen Schutz, denn ihre metallische Konstruktion wirkt wie ein Faradayscher Käfig und leitet eventuell einschlagende Blitze ab. Wichtig ist es dabei, die Fenster zu schließen.

Tipp 2: Im Freien: Machen Sie sich klein!
Wird man unterwegs vom Gewitter überrascht, gilt die Faustregel: Nicht der höchste Punkt in der Umgebung sein. Machen Sie sich so klein wie möglich. Mit eng zusammen stehenden Füßen und das Gewicht auf die Fußballen verlagernd in die Hocke gehen und mit den Armen die Knie umschlingen, wenn möglich in einer Bodenmulde. Lehnen Sie sich nirgendwo an. Auch in Schutz bietenden Gebäuden, wie Scheunen, Holz- oder Steinhütten sollte man sich in der Mitte des Gebäudes aufhalten und in die Hockestellung gehen. Radler und Reiter sollten absitzen und einen blitzgeschützten Ort aufsuchen. Meiden Sie Bergspitzen, Aussichtstürme. Auch einzelne Bäume oder Baumgruppen aufzusuchen, ist gefährlich. Im Inneren eines Waldes mit gleichmäßig hohen Bäumen sind Sie einigermaßen sicher. Der Waldrand oder besonders hohe Bäume sollten aber immer gemieden werden. 

Tipp 3: Wasser, weite Ebenen und Metall sind gefährlich
Schon beim ersten Donnergrollen heißt es, raus aus dem Wasser. Der Kopf bildet im Wasser den höchsten Punkt im Umkreis ist ein sehr wahrscheinliches Ziel für den Blitz. Wasser leitet die Energie des Blitzes. Gleiches gilt für Metall: Radfahrer sollten absteigen und sich ein paar Meter vom Rad entfernen. Legen Sie Regenschirme und Wanderstöcke in sichere Entfernung.
Meiden Sie Masten, Antennen oder Metallzäune. Auch wer nicht direkt vom Blitz getroffen wird, kann verletzt oder getötet werden. Dort wo der Blitz einschlägt, verteilt sich die elektrische Energie kreisförmig und im Erdreich und kann auch im Umkreis Schaden anrichten.

Tipp 4 Schnelle Hilfe rettet Leben - keine Gefahr für den Helfer!
Im Gegensatz zu anderen Elektrounfällen besteht unmittelbar nach dem Blitzschlag keine Gefahr für den Helfer. Bei einem bewusstlosen Blitzopfer kann man nichts falsch machen: Bei Kreislaufstillstand beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung: Drücken Sie 30mal mit dem Handballen das Brustbein ca. 5-6 cm tief ein, und zwar mit einer Frequenz von 100 -120 Mal pro Minute. Es folgen 2 Atemspenden im Wechsel. Erhält ein Blitzopfer in den ersten fünf Minuten nach dem Einschlag Hilfe, haben die Wiederbelebungsmaßnahmen in mehr als 80 Prozent Erfolg. Doch die Folgen eines Blitzschlags auf den Körper sind sehr verschieden. Neben Verbrennungen kann es zu Knochenbrüchen oder Verletzungen nach Stürzen
kommen, die versorgt werden müssen.


Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit Nationalen Gesellschaften in 189 Ländern die größte humanitäre Organisation der Welt.